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    Der Erhaltung und der Tradition der Marke MG verpflichtet
    MG Owners Club Austria

    enschen und  eschichten
    The complete Story of Facts
    Teil 1: Wie alles begann...
     
    1877, 10.Oktober: William Richard Morris wird in Worcester, Großbritannien, geboren. Mit 14 Jahren beginnt er in einer Fahrradwerkstatt zu arbeiten, bereits 2 Jahre später macht er sich mit der Reperatur von Fahrrädern selbstständig. 

    1888, 12. April: Cecil Kimber wird in Dulwich bei London, geboren. Im Alter von 22 Jahren hat Kimber einen schweren Autounfall, der ihm für den Rest seines Lebens eine Behinderung am rechten Bein einträgt. 

    1902: William Morris gründet zusammen mit seinem Partner Joseph Cooper die Fahrradhandlung Morris&Cooper in Oxford. 

    1904: Morris gründet eine Firma unter seinem Namen und beginnt die Fahrräder mit Motoren auszurüsten. 

    1912, Oktober: Die William R. Morris Motors Ltd. wird in Cowley, Oxford mit einem Kapital von 4000 britischen Pfund gegründet. 

    1913: Der Name "Morris Garages" taucht erstmals bei einer Verkaufsniederlassung der WRM Motors Ltd. an der Longwall Street in Oxford auf. 

    1913, 29. März: Der erste Morris Oxford wird fertiggestellt, Kaufpreis 175 Pfund. Karosserie, Motor, Getriebe, Achsen und Kühler werden von Drittfirmen zugekauft. 

    1915: Cecil Kimber übernimmt einen Ingenieursjob bei Sheffield-Simplex, einem Autohersteller in Sheffield 

    1918: Kimber wechselt zu E.G.Wrigley Ltd., einem Getriebe- u. Achsenhersteller in Birmingham als Werksleiter 

    1919: Cecil Kimber trifft erstmals William Morris, als dieser bei Wrigley Achsen für seine Autos einkauft 

    1921: Cecil Kimber tritt in die Morris Garages als Verkaufsmanager ein 

    1922, März: Kimber wird General Manager der Morris Garages 

    1922, Herbst: Fast 3 Jahre vor dem legendären "Old Number One" entsteht der erste MG! Der Chummy basiert auf dem Morris Oxford, hat aber ein tiefergelegtes Fahrwerk und einen 11,9PS-Motor vom Morris Cowley. Preis: 300 Pfund. 

    1923, November: Das Oktogonal taucht erstmals in einer Werbeeinschaltung der Morris Garages in einem Oxford Magazin ("The Isis") auf. Das bis heute unveränderte MG-Logo wurde von Ted Lee, einem Buchhalter der Morris Garages entworfen und erschien zunächst nur im Rahmen von Werbeeinschaltungen in lokalen Zeitschriften und dem 1924 gegründeten Morris Owner Magazine. Erst 1927 fand das Achteck erstmals seinen Platz am Kühlergrill eines MG. 

    1925, 27. März: Old Number One wird mit dem Kennzeichen FC7900 zugelassen. Der Wagen basiert auf einem modifiziertem Morris Cowley. 

    1925, 11. April: Cecil Kimber erreicht mit Beifahrer Wilfred Matthews mit Old Number One den Klassensieg in der traditionellen Land´s End Trial-Zuverlässlichkeitsfahrt (London-Cornwall). 

    1925, September: Die MG-Produktion beginnt an der Bainton Road in der Fabrik von Osberton Radiators, die im Besitz von William Morris ist. 




    Teil 2: Der Aufstieg der Morris Garages...


    Während der kommenden Jahrzehnte bis Ende der 60-Jahre erzielen MG-Fahrzeuge sowohl als offizielle Werksfahrzeuge als auch in Privateinsätzen eine Unzahl von Erfolgen bei grossen internationalen Rennen und machen MG zur erfolgreichsten britischen Rennwagenmarke . Unzählige Erfolge in Brooklands , LeMans, diversen Rally-Einsätzen, Tourist Trophy , Watkins Glen und dem Sebring 12-Stundenrennen werden verbucht. Auch stellen MG-Fahrzeuge immer wieder Geschwindigkeitsrekorde auf.


    1927, 2. Juli: Die Morris Garages Ltd. wird gegründet und ist Bestandteil der einige Tage zuvor geründeten Morris Industries Ltd., der inzwischen auch die SU Company Ltd., die Wolseley Motors Ltd. und die Morris Company Ltd. angehören.

    1927, April-September: Eine neue Fabrik in Cowley, Edmund Road , wird gebaut

    1928, 17. August:  Der MG 18/80 Six wird angekündigt

    1928, 11. Oktober: Auf der Olympia Motor Show präsentiert sich MG erstmals selbstständig. Der neue 18/80 und der 14/40 Mk.IV werden präsentiert.

    1929, August: Die Produktion des neuen M-Type beginnt an der Edmund Road


    1929, September: Der Umzug von MG in die neue Produktionsstätte der ehemaligen Pavlova Lederfabrik in Abingdon-upon-Thames beginnt.

    1930, 20. Jänner: Die neue Fabrik und Heimstätte von MG in
    Abingdon-upon-Thames wird von Cecil Kimber eröffnet.

    1930, September. " Safety Fast" wird in Abwandlung eines Aufklebers auf einem Oxforder Autobus der MG slogan.

    1930, 12. Oktober: Der MG Car Club wird gegründet. Gründungsmitglied und erster Sekretär des Clubs wird John Thornley , der 1931 auch in Abingdon als Service Manager tätig wird und später diverse Rennaktivitäten von MG unterstützt. 1952 wird Thornley General Managing der MG Car Company und geht als "Mr. MG" in die Geschichte ein.

    1931, 4.September: Der MG F-type Magna 12/70 wird angekündigt.

    1932, 5.August: Der MG J2 Midget wird angekündigt. Preis: 199,50Pfund

    1932, 13.Oktober: Auf der Olympia Motor Show ist erstmal der MG Magnette als K1, K2 und K3-Version zu sehen.

    1933, März: MG L-type wird eingeführt.

    1933, Mai: Die erste Ausgabe von The MG Magazine erscheint.

    1933, Juli: Der letzte MG 18/80 wird in Abingdon produziert.

    1934, 2.März: Der MG P-Type wird vorgestellt.

    1934, 30.März: Der MG N-Type wird vorgestellt.

    1934, 10.August: Der MG Q-Type wird vorgestellt.

    1935, 1.Juli: William Morris gliedert die MG Car Co. Ltd. und die Wolseley Motors Ltd. in die Morris Motors Ltd. ein. Cecil Kimber wird Director of Morris Motors Ltd., Leonard Lord wird managing director von MG. Syd Enever bleibt Leiter der Forschungsabteilung bei MG. Gleichzeitig verkündet William Morris, dass die Rennaktivitäten von MG eingeschränkt werden.

    1936, 19.Juni: Der MG T-Type (TA ) Midget wird vorgestellt und löst den PB ab.

    1939, Mai: Der MG TB löst den TA ab.

    1939-1945: In Abingdon wird kriegsbedingt vorallem eine militärische Produktion durchgeführt. Panzer, Flugzeuge und Kanonen prägen das Bild.

    1940, Mai: Morris Motors Ltd. wird in Nuffield Organization umbenannt.

    1941, November: Cecil Kimber wird von Miles Thomas , ehemaliger Direktor von Morris Motors und einer der Nachfolger von Leonard Lord als managing director bei MG, von MG entlassen.

    1945, 4.Februar: Cecil Kimber kommt bei einem Eisenbahnunglück in London ums Leben.




    Teil 3: Erfolg und das Ende von MG...

    1945, 17.September: Das erste Nachkriegsmodell, der MG TC , wird gebaut.

    1947, Mai: Der MG Y-type Saloon , wird vorgestellt. Er basiert auf den Vorkriegsprotoypen MG Ten.

    1947, 19.November: Sir Miles Thomas legt sein Amt bei MG nieder. Sein Nachfolger wird Reginald Hanks als Präsident von MG und bildet den Vorstand der Nuffield Group um.

    1948, 27.Oktober: Der MG YT 4-seater tourer wird auf der Earls Court Motor Show präsentiert. Da in England der Nachkriegsjahre Stahllieferungen nur erfolgen, wenn 75% der Produktion exportiert wird, ist der YT vorallem für den Export bestimmt und ist in England sehr selten.

    1948, November: Der Nuffield-Vorstand beschliesst die Verlagerung der Riley-Produktion von Coventry nach Abingdon. Ab 1.Mai 1949 werden in Coventry Traktoren und allgemeine Maschinenteile erzeugt.

    1949, 20. Juli: Der ehemalige Riley-Mann Jack Tatlow wird General Manager von MG in Abingdon.

    1949, 10.November: Der erste MG TD wird gebaut und löst knapp danach den MG TC endgültig ab.

    1950, Dezember: Der 10.000ste Wagen wird in Abingdon produziert. Es handelt sich aber um einen 2,5-Liter Riley.

    1951, 17.Oktober: Auf der Earls Court Motor Show wird der YB als Nachfolger des YA präsentiert.

    1952, 31.März: Nuffiled Motors und Austin bilden zusammen die neu gegründete British Motor Corperation (BMC). Leonard Lord wird managing director, Lord Nuffield übernimmt den Vorsitz von BMC.

    1952, 3.November: John Thornley übernimmt von Jack Tatlow die Aufgaben des General Manager von MG.

    1952, Dezember: Der 1950 eingeführte MG TD MkII erhält erstmals ein überarbeitetes MG-Logo. Bleibt das grundsätzliche Oktogon mit den charakteristischen 2 Buchstaben auch gleich, so werden die traditionellen Farben Braun und Cream gegen Schwarz und Weiss ausgetauscht. Erst 1992, mit Erscheinen des MG RV8, tauchen die ursprünglichen Farben Braun/Cream wieder auf.

    1952, 17.Dezember: Lord Nuffield tritt zurück, Leonard Lord wird Vorsitzender der BMC.

    1953, 8. Jänner: Der MG TF -Prototyp wird vorgestellt. 8 Monate später löst der TF endgültig den TD ab.

    1953, 21.Oktober: Die MG Z-series Magnette wird auf der Earls Court Motor Show präsentiert.

    1954, 6. Juni: Eine erste Zeichnung des späteren MGA taucht auf. Einen Monat später wird an den ersten Chassis-Entwürfen gearbeitet.

    1955, April: Der MGA wird offiziell angekündigt. Probleme mit Fertigungsanlagen verzögern allerdings den Produktionsstart.

    1955, April: Der letzte MG TF wird erzeugt.

    1955, 16. Mai: Der erste MGA wird hergestellt, allerdings immer noch mit provisorischen Presswerkzeugen.

    1955, 16. Juli: Die ersten MGA verlassen die Fabrik in Abingdon, 2 Monate später wird bei der Frankfurter Motorshow der MGA offiziell vorgestellt, 3 Monate später am Heimmarkt bei der Earls Court Motor Show.

    1956, 16. Mai: Der 100.000ste MG wird in Abingdon gefertigt. Es ist ein links gesteuerter MGA 1500 tourer.

    1956, September: Der MG ZB Magnette wird vorgestellt, ein MGA Coupe angekündigt.

    1956, 17. Oktober: Das MGA Coupe wird auf der Earls Court Motor Show vorgestellt. Erstmals zu sehen ist auch ein MG mit halbautomatischem Getriebe, ein ZB Magnette.

    1958, 15.Juli: Der MGA Twin Cam wird der Presse vorgestellt.

    1959, April: Erste Ausgabe des Safety Fast-Maganzins.

    1960, April: Letzte Produktion des MGA Twin Cam

    1960, Mai: Ein erster Protoyp des MGB wird entworfen.

    1960: Eine Rezession in den USA verschlechtert die Exportlage von MG dramatisch. Eine Halbierung der nach Amerika verkauften MG ist die Folge.

    1961, Juni: Der MG Midget wird vorgestellt.

    1962, März: Der 100.000ste MGA wird in Abingdon hergestellt. Der erste MG, der eine 6-stellige Produktionszahl erreichte. Knapp danach wird die Produktion eingestellt.

    1962, 22.Mai: Der erste MGB wird gebaut.

    1962, 20.September: Die Serienproduktion des MGB MkI tourer beginnt.

    1962, 2.Oktober: Der MG 1100 wird angekündigt. Er hat erstmals bei MG eine Hydrolastik-Federung statt der konventionellen Aufhängung.

    1963, 4. April: Erstmals werden MGs auch ausserhalb Englands produziert. In Australien beginnt in der New South Wales Factory der Zusammenbau von MGB für den heimischen Markt.

    1964, 9.März. Der MG Midget MkII wird eingeführt.

    1965, 20.Oktober: Der MGB GT wird auf der Earls Court Motor Show erstmals dem Publikum gezeigt. Die Karosserie des Coupe mit der Heckklappe wurde von Pininfarina entworfen.

    1966, Juni: Leonard Lord tritt als BMC-Vorstand zurück. Sein Nachfolger wird George Harriman, managing director wird Joe Edwards.

    1966, 19.Oktober: Der MG Midget MkIII wird vorgestellt. Der ursprüngliche 950ccm-Motor im MkI wird nun durch einen 1275ccm-Motor ersetzt.

    1966, 14.Dezember: BMC und Jaguar bilden eine gemeinsame Holding mit dem Namen British Motor Holding (BMH).

    1967, Juli: Der erste MGC wird gebaut.

    1967, 18.Oktober: MGC, MGC GT , MG 1100 MkII und MGB MkII debütieren im Rahmen der Earls Court Motor Show.

    1967, November: Die ersten für den US-MArkt bestimmten MG mit erhöhten Sicherheits- u. Emmissionsvorgaben werden in Abingdon gebaut.

    1968, April: MG 1300 ersetzt den MG 1100 MkII

    1968, 14.Mai: Die bereits Anfang des Jahres angekündigte Fusion von BMH und Leyland Motor Coperation tritt als Bristish Leyland Motor Coperation in Kraft. Der nationale Zusammenschluss beinhaltet die Marken Leyland, Triumph, Land Rover, Rover, MG, Morris, Wolseley, Riley, Austin Healey, Austin, Vanden Plas, Jaguar und Daimler.

    1969, 27.Juni: John Thornley tritt als general Manager bei MG zurück, sein Nachfolger wird Thornleys bisheriger Assistent, Les Lambourne.

    1969, 4.August: MGC-Produktion wird eingestellt, der letzte Wagen verlässt am 18.September das Werk in Abingdon.

    1969, 11.Oktober: MG Midget und MGB werden redesingt und erhalten das bekannte Leyland-facelift. Deutlichstes Erkennungsmerkmal ist der zurückgesetzte Kühlergrill .

    1971, 27.Mai: Der 250.000ste MGB wird in Abingdon produziert.

    1971, 31.August: Mit dem letzten MG 1300 MkII endet vorläufig die Produktion von MG saloon cars.

    1972, August: Der MGB erhält wieder einen verchromten Kühlergrill.

    1972, 6. November: Die australische Produktion von MGBs endet.

    1972, 12.Dezember: Der erste MGB GT V8 wird erzeugt. Es ist der erste Serien-MG, der schneller als 200km/h läuft.

    1973, September: Als Vorläufer der Rubber Bumper MG werden in den USA Modelle mit den sogenannten "Sabrina "-Stossstangenhörnern ausgeliefert.

    1974, 16.Oktober: Die Rubber Bumper-Modelle des MG Midget, MGB, MGB GT und MGB GT V8 werden auf der Earls Motor Show präsentiert.

    1975, 1. Jänner: Der Export von MGB GT nach den USA wird eingestellt. Die Roadster erhalten für den US-Markt abgasspezifische Einzel-Strombergvergaser statt den in Europa weiterhin erhältlichen SU-Doppelvergasern.

    1975, 27.Juni: Die British Leyland Motor Corporation wird in British Leyland Ltd. umgewandelt und verstaatlicht. BL erhält eine staatliche Finanzspritze von 2,7Milliarden Pfund für sieben Jahre.

    1976, Juni: Der MGB ist in Kontinentaleuropa nicht mehr erhältlich.

    1976, Juli: Die Produktion des MGB GT V8 wird eingestellt.

    1978, Februar: Begleite von einem 4-monatigen Streik der Triumph-Arbeiter kündigt Michael Edwards, Vorsitzender der British Leyland Ltd. den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen an. MG wird Teil von Austin Morris.

    1978, August: Der schwer angeschlagene BL-Konzern beginnt Geheimgespräche über eine Zusammenarbeit mit Honda.

    1978, September: MG wird Teil von Jaguar-Rover-Triumph.

    1979, April: Mit einem Sondermodell MGB Limited Edition wird versucht, nochmals den US-Markt anzukurbeln.

    1979, 15.Mai: Übereinkunft einer Zusammenarbeit zwischen Honda und BL. Ein neuer Triumph auf Basis von Honda-Technologie wird geplant.

    1979, 19.Mai: Ein Sprecher von Jaguar-Rover-Triumph tritt Gerüchten über das Ende von MG entgegen: "Wir wären verrückt, MG zu begraben. Neben Jaguar ist das unsere wichtigste Marke. Die Käuferschicht unterscheidet sich wesentlich von der der Marke Triumph. Es gibt MG-Produktionspläne für die nächsten 5 Jahre."

    1979, August: Die Produktion des MG Midget wird gedrosselt und schliesslich eingestellt. Die letzten 500 Midgets werden nach Japan exportiert.

    1979, 13. September: John Thornley fordert alle 445 amerikanischen Rover-Triumph-Jaguar-MG Händler auf, bei BL dafür einzutreten, die MGB-Produktion in Abingdon aufrecht zu erhalten. In Realität macht BL bei jedem verkauften MGB einen Verlust von 900 Pfund.

    1979, 18.Oktober: Ein Konsortium rund um Astin Martin Lagonda kündigt an, ein Übernahemangebot für MG und die Fabrik in Abingdon legen zu wollen.

    1980, Jänner: Der 500.000ste MGB wird produziert.

    1980, Jänner bis Juli: Diverse Rettungsversuche, Übernahmeangebote und Geheimverhandlungen werden geführt. Schlussendlich müssen aber alle Versuche als gescheitert angesehen werden, das benötigte Geld kann nicht zur Verfügung gestellt werden.

    1980, 9.Juli: BL kündigt an, dass die Fabrik in Abingdon Ende Oktober endgültig geschlossen wird.

    1980, 2. Oktober: Die letzte MGB-Karosserie wird erzeugt, einen Tag danach der letzte MGB GT. Mit produzierten 524.392 Fahrzeugen ist der MGB (inkl. MGC)  in all seinen Modellvarianten der meistgebaute Sportwagen aller Zeiten.

    1980, 24. Oktober: Abingdon Fabrik wird nach mehr als 50Jahren geschlossen.

    1981, 26. Jänner: Die letzten noch auf Auslieferung wartenden MGB werden als MGB LE und MGB GT LE (Limited Edition) am englischen Heimmarkt angeboten.

    1981, 18.-24.März: In einer Auktion in der Fabrik in Abingdon werden rund 360 Erinnerungsstücke an 434 Käufer versteigert. BL nimmt ca. 100.000Pfund ein.





    Teil 4: Die Wiedergeburt einer Legende...


    1981, 15. Juni: BL Motorsport siedelt nach Cowley. Kurz danach werden Pläne eines MG Rallywagen auf Basis des Metro bekannt und in diversen Zeitungen angekündigt.

    1983, Februar: Der erste Protoyp des MG Metro 6R4 wird von Williams Engineering an die Austin Rover Motorsport in Cowley übergeben.

    1984, 24. Februar Der MG Metro 6R4 wird offiziell vorgestellt, einen Monat später erfolgt der erste Rallyeinsatz bei einem Rennen in Yorkshire. 1985 wird der Metro 6R4 als Gruppe B Rallyfahrzeug homologiert.

    1984, 25. April: Eine MG-Version des Austin Montego wird angekündigt.

    1984, 3. Oktober: Der MG Maestro wird eingeführt.

    1985, 3. April: Der MG Montego Turbo wird angekündigt.

    1985, 19.September: Auf der Frankfurter Motor Show und knapp danach auf der Earls Court Motormesse wird ein MG Conzeptfahrzeug vorgestellt. Der MG EX-E gilt im Nachhinein nur 5 Jahre nach dem Ende von MG als Urahne des 10 Jahre später erscheinenden MGF.

    1986, Jänner: In Japan wird bekannt, dass Mazda einen 2-sitzigen Roadster produzieren will. Der später als Miata oder MX5 bekannte Wagen wird eine weltweite Renessance offener Roadster einläuten und somit die Wiedergeburt von MG massgeblich mitbestimmen.

    1986, April: Die BL-Designstudios werden reorganisiert. Unter der Leitung von Richard Hamblin entsteht ein Concept Design Studio, in dem unter anderem Gerry McGovern arbeitet.

    1986, 3. Mai: Der Präsident der FISA, Jean Marie Balestre kündigt einen Tag nach einem tödlichen Rallyunfall  an, dass die Gruppe B-Fahrzeuge mit Jänner 1987 verboten werden. Das Ende des Metro 6R4 ist damit festgelegt, MG beginnt sich vom Rallysport zurückzuziehen und wieder dem Verkaufsmarkt zuzuwenden.

    1986, Dezember: Unter David Bishop überlegt die British Motor Heritage die Produktion von MGB-Karosserien.

    1988, 29. Februar: Die ersten MGB-Karosserien der BMH verlassen die Fabrik in Faringdon.

    1988, 30.März: Die Rover-Group wird um 150Millionen Pfund an British Aerospace verkauft.

    1989, 9. Februar: Der Mazda MX5 wird als Mazda Miata auf der Chicago Motor Show präsentiert.

    1989, 18.September: Auf einer Rover-Vorstandskonferenz wird überlegt, einen neuen MG Sportwagen zu entwerfen. Graham Day, Vorsitzender von BL, gibt schliesslich als Projekt Phönix 3 Studien mit unterschiedlichen Motor- u. Antriebskonzepten in Auftrag.

    1990, März: Arbeiten an einem neuen MGB mit V8-Motor beginnen bei British Motor Heritage.

    1990, Juni: Die im Vorjahr in Auftrag gegebenen 3 Phönix Studien kommen zur Begutachtung ins Rover Board.

    1990, 19. September: Graham Day verkündet der Presse: " We are going to do a new MG ". Umfangreiche Marktuntersuchungen über die Bedeutung der Marke MG für potentielle Kunden werden in Auftrag gegeben.

    1991, Jänner: John Towers wird Managing Director von Rover.

    1991, Mai: Im Phönix-Projekt fällt die Entscheidung zugunsten der Studie PR3, ein Mittelmotor-/Heckantriebskonzept.

    1991, September: Gerry McGovern vom Rover Concept Design Studio beginnt mit Designentwürfen auf Basis der Studie PR3.

    1991, Oktober: Die Herstellung der Saloon-Cars (Meastro, Montego) mit MG-Emblem läuft aus.

    1992, Jänner: Ein MG RV8 Prototyp wird auf einer Roverhändlerkonferenz in Birmingham präsentiert.

    1992, 20. Oktober: Der MG RV8 wird der Presse angekündigt.

    1993, März: Der Rover Vorstand genehmigt die Entwicklung und Produktion eines neuen MG auf Basis der PR3 mit geplanter Markteinführung 1995.

    1993, 31.März: Der erste MG RV8 wird in Cowley fertiggestellt.

    1993, Oktober: Auf der Tokyo Motor Show wird der RV8 präsentiert. Rover Japan wird mit einer wahren Bestellwelle überschwemmt.

    1994, 31.Jänner: Die Rover Group wird an BMW um 800 Millionen Pfund verkauft.

    1995, 7. März: Auf der Motor Show in Genf wird der neue MGF in 2 Motorvarianten präsentiert.

    1995, 4.August: Der erste MGF wird in Longbridge gebaut.

    1995, 22.November: Der letzte MG RV8 wird gebaut.

    1996, 1.Juni: John Towers tritt zurück.

    1997: Qualitätsprobleme vorallem innerhalb der Roverproduktfamilie bringen Absatzprobleme und hohe Verluste.

    1998: Die Fabrik in Longbridge wird mit Regierungsbeteiligung renoviert. Die Absatzprobleme sind aber nicht in den Griff zu bekommen.

    1999: Die hohen Verluste bei Rover führen zu Gesamtverlusten bei BMW. Ein Verkauf von Rover wird angestrebt.

    1999, Juli: Der MGF MkII wird eingeführt.

    2000: Das britische Phönix Consortium unter der Führung von John Towers übernimmt Rover von BMW zu einem symbolischen Kaufpreis von 10Pfund. Im neuen Konsortium bestehen die Rechte auf  MG, Morris, Wolseley, Austin und Vanden Plas sowie auf Lizenzbasis von BMW auch der Name Rover.

    2000: Der offizielle Firmenname wird auf "The MG Rover Group" umbenannt.

    2001: Die MG-Modelle ZR, ZS und ZT werden eingeführt. Sie sind frontgetriebene Salooncars, basierend auf den aktuellen Roverlimousinen.

    2002, 3.Jänner: Der letzte MGF MkII wird gebaut. Nachfolger wird der MGTF , der sich vom MGF unter anderem durch eine geänderte Frontpartie und wieder eine konventionelle Federung unterscheidet.


    2002, 15.Jänner: Auf der Brüsseler Motorshow wird der neue TF offiziell vorgestellt .

    2002, 16. April: Der 1,5millionste MG wird in Longbridge gebaut.

    2003, 29. Oktober: MG Sport&Racing kündigt den Verkaufsstart des neuen MG XPower SV an.

    2004, 14. Jänner: Zum 80. Jubiläum von MG wird auf der Brüsseler Motorshow ein Sondermodell des MG TF präsentiert.

    2004, 17. November: MG Rover stellt einen MG GT auf Basis des MG TF vor. Das Coupe ist eine Conzeptstudie und wird von einem 200PS starken 6-Zylindermotor angetrieben.

    2004, November: Rover Sprecher Stewart McKee gibt bekannt, dass der chinesische Konzern Shangai Automotive Industry (SAIC) im Jahr 2005 MG Rover zu 70% übernehmen soll. Die Zustimmung der chinesichen Regierung zu diesem Deal stehe aber noch aus.

    2005, 25. Februar: MG gibt bekannt, mit der Saison 2005 wieder in die Rennserie der deutschen Tourenwagenmeisterschaft einzusteigen. Gefahren wird mit einem ZT260 gegen die Konkurrenz von u.a. Audi, Opel und Mercedes.

    2005, 16. April: Nach vergeblichen Verkaufsbemühungen und einem Rückzug von SAIC wird über Rover das Konkursverfahren eröffnet. Die Produktion in Longbridge wird eingestellt, tausende Arbeitskräfte verlieren ihren Arbeitsplatz.

    2005, 22. Juli: Etwas überraschend wird nach fortgeführten Verhandlungen Rover von der chinesischen Nanjing Gruppe gekauft. Die staatliche SAIC kam nicht zum Zug. Nanjing wird den Hauptteil der Produktion nach China verlegen, in England soll ein Zentrum für technische Forschung und Entwicklung entstehen.

    2007, März: In Nanjing startet auf einer neuen Produktionsanlage die Fertigung des MG TF. Die ursprünglich im Bieterverfahren unterlegene SAIC hat inzwischen die Nanjing-Group übernommen und passt die in Longbridge noch vorhandene Fertigungsstrasse an.

    2007, September: Wiederaufnahme der Produktion und Endmontage des leicht überarbeiteten MG TF als Sondermodell LE500 in Longbridge. Ab 16.055,- Pfund ist ein neuer MG wieder zu haben.

    2008: Ein selbstbewusstes und historisch fundiertes Prospekt für den neuen MG TF verkündet: FUN IS BACK. Leider ist durch den Absprung des Herstellers der TF-Grundkarrosserie, Stadco Ltd., die Produktion in Longbridge nie wirklich angelaufen. Das Konzept des TF scheint für eine Neuproduktion bereits zu alt und überholt. Die Zukunft ist daher weiterhin ungewiss....


    Last update 22.02.2009
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